Schwangere, die ihren Bauch hält

Studie zeigt, dass Probiotika schwangeren Frauen mit GBS-Kolonisation helfen können

Die Studie hat den Effekt von Lactobacillus rhamnosus (GR-1®) und Lactobacillus reuteri (RC-14®) bei schwangeren Frauen mit Streptokokken B (GBS)-Besiedelung untersucht.

Warum sollte GBS vermieden werden?

Eine GBS-Kolonisation kommt bei Schwangeren häufig vor1 und kann zu einer aufsteigenden intrauterinen Infektion führen. Bei der Geburt kann GBS auf das Baby übertragen werden und schwerwiegende Infektionen wie Sepsis, Lungenentzündung und Meningitis verursachen. Für diese spezifische Zielgruppe werden darum Antibiotika empfohlen. 

Statistisch signifikanter Effekt

Die randomisierte, placebo-kontrollierte Doppelblind-Studie von Ho et al. 20162 hat gezeigt, dass die beiden Stämme Lactobacillus rhamnosus (GR-1®) und Lactobacillus reuteri (RC-14®) – auch bekannt unter dem Namen Urex – zu einem statistisch signifikanten Anstieg der Zahl schwangerer Frauen ohne GBS-Kolonisation zum Zeitpunkt der Geburt geführt haben. An der Studie haben insgesamt 110 schwangere Frauen mit diagnostizierter GBS-Besiedelung teilgenommen, die ab der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt die Probiotika einnahmen.

GBS Studie Graphik

  Abb. 1: Frauen ohne GBS-Besiedelung zum Zeitpunkt der Geburt.

Gute Nachrichten für Mutter und Kind

Die neuen klinischen Daten sind eine gute Nachricht für schwangere Frauen, die GBS-positiv und an natürlichen Zutaten interessiert sind, die zu ihrem urogenitalen Wohlbefinden beitragen können. Potenziell können Lactobacillus rhamnosus (GR-1®) und Lactobacillus reuteri (RC-14®) helfen, den Bedarf an Antibiotikabehandlung während der Geburt zu reduzieren und das Risiko einer GBS-Übertragung auf das Kind zu vermindern. Damit ermöglichen sie dem Baby einen besseren Start ins Leben.

Mehr erfahren

Hier klicken, um die Publikation zu lesen.

 

Quellenangaben

1 Verani et al. 2010, MMWR Recomm Rep. 59(RR-10):1-36.
2 Ho et al. 2016, Taiwanese J Obst Gynocol 55(4):515-518.

Teilen