Verschiedenes gelbes Hartkonfekt

Clean Label ist der Top-Trend im Jahr 2017

Der Clean Label-Trend fasst im nordamerikanischen Zuckerwarenmarkt zunehmend Fuß.* Dies ist die natürliche Folge von dem, was Innova Marketing „Clean Supreme“ nennt, den Top-Trend 2017 bei Lebensmitteln und Getränken. Laut Innova hat sich Clean und Clear Labeling vom Trend zum Normalfall entwickelt, weil Konsumenten genau wissen und verstehen wollen, was sie essen.

Natürliche Inhaltsstoffangaben

Produktversprechen auf der Vorderseite der Verpackung

Produktversprechen sind ein bewährter Weg, die Transparenz zu verbessern und es Konsumenten zu erleichtern, informierte Entscheidungen zu treffen. In der Kategorie Zuckerwaren und Gummis lautete mit 12% aller Produkteinführungen das in den letzten 12 Monaten am häufigsten verwendete Produktversprechen „Keine Zusatzstoffe/Konservierungsstoffe“ (Mintel, 2017).  Dies überrascht nicht, wenn beispielsweise 39% der kanadischen Zuckerwaren-Konsumenten bestätigen, nach Produkten mit ausschließlich natürlichen Zutaten und ohne künstliche Zusatzstoffe Ausschau zu halten. Laut Mintel finden sich auf den Verpackungen von ca. 40% aller neu eingeführten Zuckerwaren Produktversprechen wie „Ohne“,  „Natürlich“ oder „Frei von“.*

Während die Gesamtzahl solcher Versprechen über die vergangenen fünf Jahre hinweg ziemlich gleich geblieben ist, gab es eine leichte Aufwärtstendenz bei „Ohne“-Produktversprechen und eine damit korrelierende Aufwärtstendenz bei „Natürlich“.

Grafik Zuckerwaren
Innovation bei Zuckerwaren und Gummis in Nordamerika, März 2012 bis Februar 2017; Veränderung der Produktversprechen bei Neueinführungen (Quelle: Mintel, 2017)

Marketing-Versprechen dürfen nicht zu Rechtsstreitigkeiten einladen 

Die zunehmende Verwendung von Produktversprechen wie „Natürlich“ könnte vermuten lassen, dass Lebensmittelhersteller einen besseren Einblick in die von ihnen verwendeten Zutaten haben und darum guten Gewissens Versprechen wie „Ausschließlich natürliche Zutaten“ oder „Ökologisch“ auf die Verpackung drucken. Leider gibt es keine eindeutigen Definitionen für diese Begriffe, was die Hersteller dazu gezwungen hat, ihre eigenen Definitionen und Rechtsinterpretationen zu finden. Um Rechtsstreitigkeiten aus dem Wege zu gehen, bevorzugen viele Hersteller die sichere Seite, beispielsweise indem sie „Ausschließlich natürliche Zutaten“ so interpretieren, dass auch die zur Herstellung ihrer Zutaten verwendeten Zutaten natürlich oder natürlicher Herkunft sein müssen. Es klingt selbstverständlich, dass ein zum Färben ökologischer Lebensmittel verwendetes Gemüsesaftkonzentrat mit ökologischem Apfelsaftkonzentrat statt Invertzucker standardisiert werden muss. Da beides aber auf der Zutatenliste nicht erscheint, müssen die Hersteller selbst recherchieren, um sicherzugehen.

Auch das Produktversprechen „GVO-frei“ muss entlang der gesamten Wertschöpfungskette rückverfolgbar sein.

USDA Gut für dich-Stempel

Wohldefinierte Bestimmung zum Produktversprechen „Ökologisch“

Das Konzept „Ökologisch“ gewinnt an Bedeutung, sogar in der Zuckerwaren- und Gummiindustrie. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Produktversprechen „Ökologisch“ in dem im Februar 2017 abgeschlossenen Jahr um 300% (von 2% auf 6%) gestiegen, allerdings ausgehend von einem kleinen Ausgangswert.* Das Konzept „Ökologisch“ wird von zwei Faktoren gefördert: dem Interesse der Konsumenten an den Herstellungsverfahren ihrer Lebensmittel und den Sorgen, die sich Verbraucher um das Wohl der Tiere machen. Das Produktversprechen „Ökologisch“ lässt sich einfacher als z. B. „Natürlich“ überprüfen, weil der Begriff von der USDA genau definiert wurde:

Organic (100%) – alle Zutaten müssen als ökologisch zertifiziert sein.

Organic (95%) – alle landwirtschaftlichen Zutaten sind als ökologisch zertifiziert, Ausnahmen sind auf der nationalen Liste angegeben; nicht-ökologische Zutaten sind gemäß Landesliste erlaubt, sofern ihr Gesamtanteil 5% nicht übersteigt. Verwendung des USDA Organic-Logos erlaubt

Made with Organic (70%) – bezeichnet Lebensmittel, die mindestens 70% ökologische Zutaten enthalten und bis zu 30% nicht-ökologische Zutaten enthalten können. Verwendung des USDA Organic-Logos NICHT erlaubt

Organic 95%- und Organic 70%-Produkte dürfen mit Farben eingefärbt sein, die der Definition von „ökologisch“ entsprechen, so genannten NOP (Non-Organically Produced). Unter NOP fallen Farben und andere Zutaten, die Bestandteil ökologischer Produktion/Produkte sein können, sofern sie in der Landesliste aufgeführt sind.** Solche Farben dürfen nicht unter Verwendung synthetischer Lösemittel und Trägersysteme oder künstlicher Konservierungsstoffe produziert werden.

Chr. Hansen verfügt über mehrere Farbsortimente, die zu Ihrer Rezepturstrategie für Süßwaren passen:

  • NOP-gemäße Gemüsekonzentrate für die Markteinführung Ihrer ökologischen Produkte. Der Gemüsesaft basiert auf Frucht- und Gemüsekonzentraten, die NOP-gemäß und frei von Konservierungsstoffen, künstlichen Zutaten und Invertzucker sind. 
  • Färbende Lebensmittel, die Ihr Produktversprechen „Ausschließlich natürliche Zutaten“ oder „Gefärbt mit Früchten und Gemüse“ unterstützen können
    Natürliche Farben, die Ihr Produktversprechen „Gefärbt mit natürlichen Farben“  oder „Ohne künstliche Farbstoffe“ unterstützen können

*Mintel, Category Insight: Sugar Confectionery & Gum (2017)
** Die Liste der in ökologischen Lebensmitteln erlaubten nicht-ökologisch produzierten (NOP) Farben finden Sie in 7 CFR §205.606. Es handelt sich um eine Liste selektiver Pigmente, die ohne synthetische Lösemittel und Trägersysteme und ohne künstliche Konservierungsstoffe produziert werden (7 CFR §205.605).

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