So erleichtert Digital R&D Forschern das wissenschaftliche Arbeiten

Forschung und Entwicklung bedeutet kontinuierliche Suche nach neuen Innovationen, um mit Trends Schritt zu halten und neue Anforderungen von Kunden und Konsumenten aufzugreifen. Bei Chr. Hansen haben wir beschlossen, ein festes Digital R&D-Team einzurichten. Es soll die Digitalisierung mit dem Ziel vorantreiben, Wissenschaftlern mehr Kompetenzen zu übertragen und ihnen größere Wahlfreiheit bei dem Maßstab zu geben, in dem sie ihre Experimente durchführen. Wir nennen dies skalierbare Wissenschaft. Lernen Sie Abteilungsleiterin Camilla Petersen und ihre drei Teamkollegen von Digital R&D kennen und erfahren Sie, wie ihre Arbeit mit der Digitalisierung den Weg für künftige Innovationen bereitet.

Camilla Petersen, Morten Meldgaard, Lasse Ludvigsen and Marie-Catherine Le Bihan. 


Das Fundament künftiger wissenschaftlicher Arbeit

In den letzten Jahren hat das Digital R&D-Team die Grundlage für die Datensammlung und gemeinsame Nutzung von Daten durch verschiedene Forschungsabteilungen bei Chr. Hansen geschaffen. Viele andere Unternehmen haben ähnliche Aktivitäten entwickelt, denn Innovationen sind nicht nur von der Fähigkeit abhängig, Daten zu generieren, sondern auch davon, diese Daten zu sammeln und daraus Erkenntnisse abzuleiten. Das Digital R&D-Team besteht aus Senior Department Manager Camilla Petersen sowie Morten Meldgaard, Lasse Ludvigsen und Marie-Catherine Le Bihan. Morten Meldgaard war von Beginn an in das Projekt eingebunden: 

„Ich freue mich, dass wir zu einer festen Organisationseinheit innerhalb von R&D (Forschung und Entwicklung) geworden sind und dass die von uns geschaffene Grundlage gefestigt und weiterentwickelt wird. Ich empfinde es als Privileg, ein Spezialist für digitale Forschung und Entwicklung mit wissenschaftlichem Hintergrund zu sein. In dieser Rolle kann ich neue digitale Grenzen ausloten und neueste Technologien einer praktischen Nutzung innerhalb von R&D zuführen.“ 

Smarter arbeiten

Das Digital R&D-Team arbeitet eng mit den Labors bei Chr. Hansen zusammen, um die bestmöglichen Lösungen für die Digitalisierung zu finden. Die Labors generieren große Datenmengen, darum benötigen die Labortechniker und Wissenschaftler dort eine einfache und automatisierte Methode zur Datensammlung. So können sie ihre Zeit effizienter nutzen – nämlich für ihre wissenschaftliche Arbeit anstatt für die Strukturierung und das Durcharbeiten von Datenbeständen. In den vergangenen Jahren ist dies bei Chr. Hansen Realität geworden und wir arbeiten weiter an der Verbesserung. Lasse Ludvigsen erklärt seine Rolle in diesem Prozess: 

„In meiner Verantwortung liegt die Schaffung eines Fundaments in Form einer robusten IT-Infrastruktur für meine Kollegen. Ich sorge für den sicheren und schnellen Fluss von Bits und Bytes. Ehe wir über Künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge usw. sprechen können, brauchen wir eine robuste digitale Grundlage und fundiertes Wissen in diesem Bereich.“


Digitale Trends und Herausforderungen

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, digitale Zwillinge und Automatisierung sind einige der dominanten Markttrends auf dem Feld der digitalen Forschung und Entwicklung, mit denen sich das Team befasst, um eine Optimierung und passgenaue Integration in die wissenschaftlichen Strukturen bei Hansen zu erreichen. All diese Trends haben gemeinsam, dass sie in den wissenschaftlichen Labors deutlich spürbare Wirkungen entfalten werden. Marie-Catherine Le Bihan führt dies näher aus:

„Durch die Interaktion mit den Fachexperten bei R&D erschließt uns die Datenwissenschaft das volle Potenzial der Daten. Sie reduziert Redundanzen bei Experimenten, optimiert Arbeitsprozesse, erleichtert die Datennutzung und ermöglicht eine effiziente Kommunikation, indem sie die Bedeutungsinhalte von Datenbeständen erschließt und durch Prognosemodelle und Künstliche Intelligenz die Durchführung von Experimenten als Computersimulation möglich macht.

Als Unterstützung auf diesem Weg kommen in den Labors von Chr. Hansen immer mehr Roboter zum Einsatz. Die Experimente laufen in der Größenordnung von Mikrolitern (ein millionstel Liter) ab, woraus große Mengen an Daten resultieren. Morten Meldgaard erklärt:

„Wir können auf diese Weise Tausende von Experimenten gleichzeitig durchführen und unsere Daten konkurrenzlos effizient generieren. Damit eine solche digitalisierte Forschung und Entwicklung funktioniert, brauchen wir eine geeignete Infrastruktur, um riesige Datenmengen von den Laborgeräten zu den Datenbanken und für die weitere Verarbeitung zu unseren  fortschrittlichen Analysesystemen zu transportieren.“

Das Digital R&D-Team stellt diesen Datenhighway in Form eines LabNet bereit. Hierbei handelt es sich um einen zentralen Speicherort für die Daten, auf die alle Wissenschaftler vom Labor oder entfernten Standorten aus Zugriff haben. Dies ermöglicht ihnen, unabhängig von ihrem aktuellen Aufenthaltsort und der Tageszeit Experimente vorzubereiten und Erkenntnisse aus den Daten zu ziehen. Damit bleibt ihnen letztlich mehr Zeit für das, was sie am besten können. 

Ein weiteres Projekt, an dem das Team gegenwärtig arbeitet, heißt Scibite. Es befasst sich mit der semantischen Textsuche. Sie versucht, Struktur in ansonsten unstrukturierte Datenbestände zu bringen und diese lesbar und geeignet für maschinelles Lernen zu machen. Das Programm ist dazu in der Lage, mittels Algorithmen und Datenzugriffen exaktere Resultate zu generieren, indem es die Absichten des Forschers, den Abfragekontext und die Beziehungen zwischen Wörtern analysiert. 

Vielfalt als Brücke zwischen IT und R&D

Die Mitglieder des Teams bringen unterschiedliche Hintergründe mit. Jeder besitzt eine individuelle Sichtweise und ein eigenes Verständnis von der Arbeit, die er bei Digital R&D leistet. Camilla Petersen betont, dass die besondere Stärke ihres Teams darin liegt, auf das Fachwissen und die Kompetenz der anderen Experten im Team zugreifen zu können, um das eigene Verständnis zu vertiefen und zu den richtigen Lösungen zu gelangen:

„Wir verfügen über unterschiedliche Kompetenzbereiche, die ein breites Spektrum an Stärken abdecken. Wir versuchen gar nicht erst, in allen Bereichen persönlich den absoluten Überblick zu behalten. Stattdessen nutzen wir uns gegenseitig gerne als Sparringspartner, um unsere Ideen auf die Probe zu stellen, und arbeiten ebenso partnerschaftlich mit anderen Teams zusammen, um kontinuierlich mehr zu lernen und die benötigten Lösungen zu schaffen.“

Die Vielfalt im Team trägt wirklich dazu bei, eine Brücke zwischen IT und R&D zu schlagen. Mit Lasse Ludvigsens Verständnis für Technologie und IT-Prozesse, Marie-Catherine Le Bihans umfassender Kompetenz als Datenwissenschaftlerin und Morten Meldgaards Wissen in den Bereichen Naturwissenschaft, Mikrobiologie sowie seinem PhD in Genetik und Proteinchemie verfügt das Team über einen beeindruckenden Kompetenzpool. So ist es in der Lage, sich ein ganzheitliches Verständnis der digitalen Lösungen für Forschung und Entwicklung zu erarbeiten, die für Innovationen im Sinne einer nachhaltigen Zukunft benötigt werden. 

Die Zukunft von Digital R&D

Beim Blick in die Zukunft hat Camilla Petersen keine Zweifel, dass ihr Team wachsen wird. Sie freut sich bereits darauf, neue besondere Talente zu begrüßen, die ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse in das Team einbringen und einen Beitrag im kontinuierlichen Prozess leisten können, der die Optimierung von Daten und eine zunehmend skalierbare Wissenschaft zum Ziel hat:

„Die Zukunft innerhalb von Digital R&D wird noch viele Veränderungen und interessante Herausforderungen bringen. Es wird vor allem darauf ankommen, in die Fähigkeit zum Wandel zu investieren, damit wir die Chancen ergreifen können, die morgen auf uns warten.“

Das Team wird seine Arbeit an Automatisierungsprozessen, maschinellem Lernen, Künstlicher Intelligenz und digitalen Zwillingen fortsetzen, während die Wissenschaftler bei Chr. Hansen mit neuen innovativen Prozessen vorankommen. Die Basis, an der das Team jetzt arbeitet, wird den Grundstein für die fortlaufende Digitalisierung bilden, die Chr. Hansen in Zukunft verfolgen wird.

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