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Bakterien für Feldfrüchte - warum?

Angesichts des steigenden weltweiten Nahrungsmittelbedarfs sieht sich der landwirtschaftliche Sektor der doppelten Herausforderung gegenüber, seine Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Chr. Hansen will Landwirten weltweit dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern, und ist darum in das wachstumsstarke Marktsegment Pflanzengesundheit eingetreten.

Nahrung für die Welt von 2050

Auf die globale Agrarwirtschaft wartet in den kommenden Jahren eine gewaltige Produktivitätsherausforderung. Laut World Resources Institute muss die Landwirtschaft im Jahr 2050 69% mehr Ernte einbringen als im Jahr 2006, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren1. Das bedeutet, die Ernteerträge müssen im Vergleich zu den zurückliegenden 44 Jahren in den kommenden 44 Jahren um mehr als ein Drittel wachsen. Gleichzeitig achten Konsumenten weltweit immer mehr auf Qualität von Lebensmitteln, gesunde Ernährung und Wohlbefinden. Strengere Vorschriften der Regulierungs- und Zulassungsbehörden für konventionelle Pflanzenschutzprodukte setzen die Industrie zusätzlich unter Druck, viele der Chemikalien aus dem Programm zu nehmen, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten wesentlich zum Produktionswachstum beigetragen haben.

Die Ernteerträge liegen bereits auf hohem Niveau und der Klimawandel belastet die Produktion in vielen Regionen zusätzlich, sodass die Agrarwirtschaft dringend innovative, gesunde  und nachhaltige Lösungen benötigt, um den steigenden Nahrungsmittelbedarf zu decken. 

Antworten in der Natur finden

Ein viel versprechender Ansatz zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität kommt aus der Natur selbst. Es sind mikrobielle Gemeinschaften, die in, auf und im Umfeld von Pflanzen leben. Laut American Academy of Microbiology besitzen mikrobielle Lösungen zur Verbesserung der Pflanzengesundheit das Potenzial, innerhalb von 20 Jahren die Pflanzenproduktivität um 20% zu steigern und den Bedarf an Düngemitteln und Pestiziden um 20% zu reduzieren2.

Gute Bakterien

Biologische Produkte können eine entscheidende Rolle dabei spielen, einige der größten Herausforderungen unserer Welt zu meistern. Der Einsatz von Biostimulatoren und Biopestiziden ist ein viel versprechender Ansatz zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität, von dem gleichzeitig die Pflanzen, die Produktqualität und die Umwelt profitieren.

Mit dem langfristigen Anspruch, seine mikrobiologische Plattform und Fachkompetenz einzusetzen, um ein Teil der Lösung zu werden, ist Chr. Hansen im wachstumsstarken Pflanzenschutzmarkt eine strategische Allianz mit der FMC Corporation eingegangen. Im Rahmen dieser Allianz kombinieren Chr. Hansen und FMC ihr Wissen und ihre Expertise, um ein vielseitiges Sortiment biologischer Lösungen für Landwirte auf der ganzen Welt zu schaffen.

Nachhaltige Alternativen für Landwirte weltweit

Die Allianz basiert auf einer bereits bestehenden Kooperation zwischen Chr. Hansen und FMC, die im Jahr 2013 als erstes Produkt NEMIX® C für den Zuckerrohranbau hervorgebracht hat. Das rein biologische Produkt NEMIX® C hat bereits sein Potenzial nachgewiesen, den Zuckerrohrertrag durch bessere Wurzelentwicklung und wirksameren Pflanzenschutz um 10% zu steigern. Die Allianz wird in den kommenden Jahren bestehende und neue Produkte in weiteren geographischen Regionen und auch für zusätzliche Kulturpflanzen einführen.

Was sind Mikroorganismen und warum sind sie wichtig für die Gesundheit von Pflanzen?

Mikroorganismen im Boden haben eine ähnliche Funktion wie das  menschliche Mikrobiom, das dazu beiträgt, Nahrung aufzuspalten, Nährstoffe zu erschließen und schädliche Erreger abzuwehren. Mithilfe der genetischen Analyse können neue Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Mikroorganismen und Pflanzengesundheit gewonnen werden. Es geht darum, Hinweise zu entdecken, welche Bakterien, Pilze oder Viren Pflanzen widerstandsfähiger gegen ungünstige Bedingungen wie Hitze, Dürre und Krankheiten machen.

1 WRI: Crop Breeding: Renewing the global commitment, working paper
2 „How Microbes can help feed the world“, Bericht der American Academy of Microbiology, 2012

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